Ludwig ist achtzehn, als man ihn 1864 zum König von Bayern macht. Groß, dunkelhaarig und an Macht nicht im Geringsten interessiert. Was ihn bewegt, ist die Musik. Wenige Wochen nach der Krönung schreibt er dem Komponisten Richard Wagner einen Brief, der sich liest wie ein Liebesgeständnis: „Ich will Sie für immer von der Last des Alltags befreien. Sie sind mir ein Gott.“ Er ist achtzehn. Wagner einundfünfzig. Es ist der Beginn einer der waghalsigsten und schönsten Obsessionen der Geschichte.
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Verschollen & Wiedergefunden·2/3·1′

The place
Neuschwanstein Castle
Der Wahnsinn des Märchenkönigs
Ein König, der die Schönheit über die Macht stellte und Märchen in Stein baute — bis sein Königreich ihn holte
19. Jahrhundert (1864–1886)Neuschwanstein Castle
Moral der Geschichte
“Die Welt bestraft jene, die Schönheit über Macht stellen — doch ihre Schöpfungen überdauern jeden Thron, der sie für unwürdig erklärte.”
Figuren
K
König Ludwig II. von BayernR
Richard WagnerB
Bayerische MinisterD
Dr. Bernhard von GuddenQuelle
McIntosh, Christopher. The Swan King: Ludwig II of Bavaria, 2012; Blunt, Wilfrid. The Dream King, 1970; Bavarian State Archives