Man sagt, irgendwann ist das Maß voll. Im Fall von Paris dauerte es tausend Jahre. Jahrhundertelang hatten die Pariser ihre Toten auf denselben Friedhöfen begraben, und der größte — der Cimetière des Saints-Innocents — lag mitten im Stadtzentrum. Gräber waren zehn Schichten tief gestapelt. 1780 brach die Kellerwand eines Nachbargebäudes ein, und eine Lawine verwesender Überreste ergoss sich in jemandes Keller. Die Stadt verrottete von innen heraus.
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Geister & Flüche·1/2·1′

The place
Catacombs of Paris
Das Reich der Toten — Sechs Millionen Knochen wurden Kunst
Als Paris keinen Platz mehr für seine Toten hatte, baute es ihnen einen Palast unter der Erde
Late 18th century (1786-1788)Catacombs of Paris
Moral der Geschichte
“Der Tod ist der große Gleichmacher — die Hierarchien, die wir zu Lebzeiten aufbauen, sind bedeutungslos, wenn alles auf Knochen reduziert wird.”
Figuren
S
Stadtingenieure von ParisN
NachtarbeiterS
Sechs Millionen anonyme PariserG
Generalinspektor der SteinbrücheQuelle
Archives de Paris; Inspection Générale des Carrières records