Im Jahr 1900 fegte ein taoistischer Wandermönch namens Wang Yuanlu Sand aus einem Höhlentempel in der chinesischen Wüste Gobi. Er war kein Archäologe — nur ein Autodidakt, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, die verfallenden Mogao-Grotten bei Dunhuang zu pflegen. Beim Reinigen eines bemalten Korridors bemerkte er einen Riss in der Wand. Dahinter verbarg sich ein versiegelter Raum, kaum drei Meter im Quadrat, vom Boden bis zur Decke vollgestapelt mit Manuskripten. Rund fünfzigtausend Stück.
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Rätsel der Vergangenheit·1/2·1′

The place
Mogao Caves (Dunhuang Grottoes)
Die Höhlenbibliothek: 50.000 Manuskripte, 900 Jahre versiegelt
Der größte Dokumentenfund seit den Schriftrollen vom Toten Meer
~1002 AD (sealed) — 1900 AD (discovered)Mogao Caves (Dunhuang Grottoes)
Moral der Geschichte
“Die größte Bedrohung für einen Schatz ist weder Verfall noch Krieg — sondern der Moment, in dem jemand auftaucht, der genau weiß, was er wert ist.”
Figuren
W
Wang Yuanlu — der taoistische Hüter, der die Höhle entdeckteA
Aurel Stein — der Entdecker, der die Manuskripte mitnahmP
Paul Pelliot — der französische SinologeD
Die unbekannten Mönche, die die Höhle um 1002 versiegeltenQuelle
Aurel Stein, "Ruins of Desert Cathay" (1912); Paul Pelliot expedition records; International Dunhuang Project (IDP)