Hundertein Meter unter den grünen Feldern von Wieliczka, im Süden Polens, liegt eine Kathedrale. Sie ist nicht aus Stein, nicht aus Ziegel, nicht aus Holz. Jede Fläche — Boden, Wände, Decke, Altar, Kronleuchter, Statuen — ist aus einem einzigen Material geschlagen: Steinsalz. Die Kapelle der Heiligen Kinga ist vierundfünfzig Meter lang, achtzehn Meter breit und zwölf Meter hoch. Siebenundsechzig Jahre hat es gedauert, sie zu erschaffen. Keine Architekten haben sie gebaut. Bergleute.
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Propheten & Pilger·1/1·1′

The place
Wieliczka Salt Mine
Die Kapelle der Heiligen Kinga
Siebenundsechzig Jahre, um eine Kathedrale aus Salz zu meißeln — hundert Meter unter der Erde
1896-1963Wieliczka Salt Mine
Moral der Geschichte
“Die größten Kunstwerke stehen nicht immer in Palästen oder Museen — manchmal werden sie in Stille gemeißelt, im Dunkeln, von gewöhnlichen Händen, über Menschenleben hinweg, denen niemand zusieht.”
Figuren
J
Józef Markowski (master carver)A
Antoni Wyrodek (successor carver)G
Generations of miner-artistsQuelle
Wieliczka Salt Mine historical archives; UNESCO World Heritage documentation