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Propheten & Pilger·2/2·1
Photograph of Stonehenge

The place

Stonehenge

Steine, Sterne, Sonnenwende

Astronomie, Druidenkult und Pilgertum am Steinkreis von Stonehenge

Neolithische Ursprünge (ca. 3000 v. Chr.) bis zur modernen Wiederbelebung (18. Jh. – Gegenwart)Stonehenge

Stonehenge steht nicht zufällig dort, wo es steht. Die Hauptachse des Monuments zeigt exakt auf den Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende und den Sonnenuntergang zur Wintersonnenwende. Wer sich am 21. Juni — dem längsten Tag des Jahres — in die Mitte stellt, sieht die Sonne direkt über einem gewaltigen Stein aufgehen, dem Heel Stone. Die ersten goldenen Strahlen schießen mitten durchs Herz der Anlage. So eine Präzision ist kein Zufall. Jemand hat das vor fünftausend Jahren genau so gewollt.

Moral der Geschichte

Die Ausrichtung von Stein und Stern spricht von der tiefsten menschlichen Sehnsucht: Ordnung im Kosmos zu finden, den Lauf der Zeit zu markieren und sich an den Schwellen von Licht und Dunkelheit in gemeinsamem Staunen zu versammeln.

Figuren

W
William Stukeley
G
Gerald Hawkins
D
Der Alte Orden der Druiden
D
Die New-Age-Reisenden der 1980er-Jahre
M
Moderne Sonnenwende-Feiernde

Quelle

William Stukeley, "Stonehenge: A Temple Restor'd to the British Druids" (1740); Gerald Hawkins, "Stonehenge Decoded" (1965); Andy Worthington, "Stonehenge: Celebration and Subversion" (2004); Christopher Chippindale, "Stonehenge Complete" (4th ed., 2012)