Frühling 1973. Ein britischer Archäologe namens Robin Birley grub sich durch den schwarzen, durchnässten Schlamm von Vindolanda — einem römischen Militärlager direkt südlich des Hadrianswalls im Norden Englands. Im Matsch entdeckte er hauchdünne Holzsplitter und hielt sie für Abfälle einer Tischlerwerkstatt. Dann hob er einen gegen das Licht. Da standen Worte — blasse lateinische Buchstaben, mit Tinte auf Birkenholz geschrieben, dünner als eine Postkarte. Das Stück Holz war fast neunzehnhundert Jahre alt. Und es war dabei, die Toten zum Sprechen zu bringen.
0%
Kronen & Eroberungen·2/2·1′

The place
Hadrian's Wall
Vindolanda — Stimmen vom Rand der Welt
Hauchdünne Holztäfelchen, die nach zweitausend Jahren Schweigen sprechen
Late 1st to early 2nd century AD (c. AD 85-130)Hadrian's Wall
Moral der Geschichte
“Die bedeutendsten historischen Entdeckungen sind nicht immer goldene Schätze oder monumentale Inschriften — manchmal sind es die alltäglichsten menschlichen Worte, die uns über Jahrtausende hinweg daran erinnern, dass wir immer gleich waren: Wesen, die Wärme, Freundschaft und jemanden zum Geburtstagfeiern brauchen.”
Figuren
R
Robin BirleyA
Andrew BirleyC
Claudia SeveraS
Sulpicia LepidinaF
Flavius Cerialis (Prefect of the Ninth Cohort of Batavians)T
The unnamed soldier requesting socks and underpantsQuelle
Robin Birley, "Vindolanda: A Roman Frontier Fort on Hadrian's Wall" (2009); Alan K. Bowman, "Life and Letters on the Roman Frontier: Vindolanda and its People" (2003); Tab. Vindol. II 291 (Claudia Severa's birthday invitation); British Museum Vindolanda Tablets Online (vindolanda.csad.ox.ac.uk)