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Schelme & Volksmärchen·7/7·1
Photograph of Alamut Castle

The place

Alamut Castle

Der Garten, den es nie gab

Die berühmteste Lüge über die Assassinen — und die Wahrheit, die sie achthundert Jahre lang begrub

1090-1256 CE (Nizari Ismaili period); 1272 (Marco Polo's journey through Persia)Alamut Castle

Im Jahr 1272 durchquerte ein venezianischer Kaufmann namens Marco Polo die Berge Nordpersiens. Er hat die Festung Alamut nie betreten — die Mongolen hatten sie sechzehn Jahre zuvor zerstört. Aber auf den Märkten der Seidenstraße hörte er eine Geschichte, die so unglaublich war, dass sie acht Jahrhunderte überleben sollte. Ein verborgenes Tal zwischen zwei Bergen, verwandelt in den schönsten Garten, den die Welt je gesehen hatte: goldene Pavillons, Bäche aus Wein und Honig und die schönsten Frauen der Welt.

Moral der Geschichte

Die langlebigsten Geschichten über ein Volk sind nicht immer die wahrsten — Legenden, geboren aus Angst, Vorurteilen und der Fantasie von Außenstehenden, können Jahrhunderte voller Gelehrsamkeit, Hingabe und echter Errungenschaften in den Schatten stellen, bis der Mythos realer wird als die Geschichte, die er verdrängt hat.

Figuren

H
Hassan-i Sabbah (the 'Old Man of the Mountain')
M
Marco Polo (Venetian traveler who spread the legend)
R
Rustichello da Pisa (who transcribed Polo's account)
R
Rashid al-Din Sinan (Syrian 'Old Man of the Mountain')
F
Farhad Daftary (modern scholar who debunked the myths)

Quelle

Marco Polo, The Travels of Marco Polo (Yule-Cordier translation, Book 1, Ch. 24); Farhad Daftary, The Assassin Legends: Myths of the Isma'ilis (I.B. Tauris, 1994); Bernard Lewis, The Assassins: A Radical Sect in Islam (Weidenfeld & Nicolson, 1967); Ata-Malik Juvayni, Tarikh-i Jahangushay (c.1260); Sylvestre de Sacy, Academy of Inscriptions lecture, 1809; Encyclopaedia Iranica, 'HASAN SABBAH'