Im Jahr 32 v. Chr. erreichten die legendäre ägyptische Königin Kleopatra VII. und ihr Geliebter, der römische Feldherr Marcus Antonius, diese Küsten. Die türkisfarbenen Gewässer und die dramatischen Klippen verzauberten die Königin derart, dass Antonius ihr die gesamte Region Kilikien als Hochzeitsgeschenk darbrachte.
Doch es gab ein Problem: Kleopatra empfand den Sand des örtlichen Strandes als zu grob für ihre königlichen Füße. Der rettungslos verliebte Antonius befahl, sechzig Schiffe auszusenden, um besonderen goldenen Sand aus dem ägyptischen Alexandria herbeizuschaffen und so den vollkommenen Strand für seine Königin zu erschaffen.
Wissenschaftler haben bestätigt, dass der Sand des Kleopatra-Strandes in der Türkei tatsächlich einzigartig ist. Jedes einzelne Korn gleicht dem anderen in Größe und Form, bleibt nicht an der Haut haften und findet seine einzige Entsprechung auf der ganzen Welt — an den Stränden von Alexandria in Ägypten.
Der Legende nach schwamm Kleopatra jeden Morgen zu einem natürlichen Felsbecken, das in den Stein gehauen war. Die Einheimischen behaupten, die Mineralien im Wasser seien das Geheimnis ihrer legendären Schönheit gewesen. Manche glauben, sie habe Schätze in den Meereshöhlen unter der Festung verborgen — Schätze, die bis zum heutigen Tag unentdeckt geblieben sind.
Die historischen Quellen bestätigen, dass Kleopatra Kilikien tatsächlich als Geschenk empfing — belegt in römischen Archiven. Ob sie je den Sand betreten hat, der heute ihren Namen trägt, bleibt ein romantisches Geheimnis.
