Im Jahr 1607 ging ein fünfzehnjähriger Mogulprinz namens Khurram über einen Basar im Palast seines Vaters — und blieb wie angewurzelt stehen. An einem Stand stand ein vierzehnjähriges Mädchen: Arjumand Banu Begum, Tochter eines der mächtigsten persischen Adligen am Hof. Der Prinz ging schnurstracks zu seinem Vater, Kaiser Jahangir, und erklärte, er werde sie heiraten. Die Astrologen bestimmten einen Termin — in fünf Jahren. Er wartete jeden einzelnen dieser Tage. 1612 heirateten sie, und er gab ihr einen neuen Namen: Mumtaz Mahal, das Juwel des Palastes.

The place
Taj Mahal
Der Kaiser, der zu Stein wurde
Wie der Tod einer einzigen Frau das reichste Reich der Welt in ein Denkmal der Trauer verwandelte, das die Welt verstummen ließ
Moral der Geschichte
“Liebe misst sich nicht an dem, was wir in Gegenwart des geliebten Menschen sagen, sondern an dem, was wir in seiner Abwesenheit errichten — und die schönsten Dinge auf Erden entstehen nicht aus Glück, sondern aus der Weigerung, den Schmerz stumm bleiben zu lassen.”
Figuren
Quelle
Abdul Hamid Lahori, Padshahnama (c. 1648); Muhammad Amin Qazwini, Padshahnama (c. 1638); Peter Mundy, Travels in Europe and Asia, Vol. II (1632–33); Jean-Baptiste Tavernier, Les Six Voyages (1676); Ebba Koch, The Complete Taj Mahal and the Riverfront Gardens of Agra (2006); R. Nath, The Taj Mahal and Its Incarnation (1985)