Alexander der Große hatte alles erobert, was zwischen Griechenland und Indien lag, bevor er dreiunddreißig wurde. Keine einzige Niederlage. Nicht eine. Im Frühjahr 323 v. Chr. marschierte er zurück nach Babylon — der antiken Stadt, deren Ruinen heute südlich von Bagdad liegen —, als chaldäische Priester ihm entgegenritten: Betritt die Stadt nicht von Westen. Unheil naht. Alexander versuchte, die Stadt zu umgehen, doch die Sümpfe versperrten den Weg. Also marschierte er durch das Westtor. Er hatte noch elf Tage zu leben.

The place
Babylon
Der Tod Alexanders
Die letzten elf Tage des größten Eroberers der Geschichte — und ein Rätsel, das seit zweitausend Jahren ungelöst ist
Moral der Geschichte
“Alexander eroberte jedes Reich, das sich ihm in den Weg stellte — außer dem, das ihn tötete: seinen eigenen Körper. Der Mann, der bis ans Ende der Welt marschieren wollte, schaffte es am Ende nicht mehr vom Bett bis zur Tür. All seine Armeen, der gesamte Reichtum Persiens, alle Gebete Ägyptens konnten ihm keinen einzigen Herzschlag mehr erkaufen. Die Lehre ist nicht, dass Ehrgeiz sinnlos wäre — seine zweiunddreißig Jahre veränderten die Welt mehr als die meisten Zivilisationen in Jahrhunderten. Die Lehre ist: Dem Körper ist es gleich, wie wichtig man ist. Und der Tod verhandelt nicht.”
Figuren
Quelle
Arrian, Anabasis Alexandri, Book VII (primary account, based on Ptolemy and Aristobulus); Plutarch, Life of Alexander, 73-77; Diodorus Siculus, Bibliotheca Historica XVII.116-118; The Royal Diaries (Ephemerides) as preserved in Arrian and Plutarch; Hall, Katherine. 'Did Alexander the Great Die from Guillain-Barré Syndrome?,' The Ancient History Bulletin 32, 2018; Schep, Leo J. et al. 'Was the death of Alexander the Great due to poisoning? Was it Veratrum album?,' Clinical Toxicology 52, 2014; Oldach, David W. et al. 'A Mysterious Death,' New England Journal of Medicine 338, 1998; Bosworth, A.B. 'The Death of Alexander the Great: Rumour and Propaganda,' Classical Quarterly 21, 1971