Im Jahr 1090 eroberte ein Mann namens Hassan-i Sabbah die Festung Alamut — eine Burg auf einer Klippe im Norden Persiens, so hoch, dass man sie das Adlernest nannte. Von dort baute er eines der gefürchtetsten Netzwerke des Mittelalters auf: die Nizariten, einen abtrünnigen Zweig des schiitischen Islams, der die mächtigsten Männer des Nahen Ostens ausschaltete. Aber Hassan lebte nicht wie ein Kriegsherr. Schlichte Kleidung, einfaches Essen, ganze Tage über Büchern. Und eine eiserne Regel: Niemand — ganz gleich wer — stand über dem Gesetz.

The place
Alamut Castle
Der Vater, der seine Söhne tötete
Der Herr von Alamut, der beide Söhne hinrichten ließ, um zu beweisen, dass kein Blut über dem Gesetz steht
Moral der Geschichte
“Wahre Gerechtigkeit fordert am meisten von denen, die die meiste Macht besitzen. Ein Anführer, der sein eigenes Blut vom Gesetz ausnimmt, hat kein Gesetz — und der furchtbare Preis eines absoluten Prinzips ist, dass es nichts verschont, nicht einmal das Herz dessen, der es durchsetzt.”
Figuren
Quelle
Ata-Malik Juvayni, Tarikh-i Jahangushay (c.1260); Rashid al-Din Hamadani, Jami al-Tawarikh (c.1310); Bernard Lewis, The Assassins: A Radical Sect in Islam (1967); Farhad Daftary, The Isma'ilis: Their History and Doctrines (Cambridge, 2007); Marshall Hodgson, The Order of Assassins (1955); Encyclopaedia Iranica, 'HASAN SABBAH'