Im Jahr 1090 gelingt einem Gelehrten namens Hassan-i Sabbah etwas Unglaubliches. Er nimmt die Festung Alamut ein — hoch oben auf einem Felsen im Alborz-Gebirge im Norden Irans. Ohne einen einzigen Tropfen Blut. Dann schließt er sich ein. Vierunddreißig Jahre lang verlässt er die Burg kaum. Was er dort tut? Er liest. Er sammelt. Er baut eine der größten Bibliotheken auf, die die islamische Welt je gesehen hat.
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Verschollen & Wiedergefunden·5/7·1′

The place
Alamut Castle
Sieben Tage Asche
Vierhunderttausend Bücher, ein Feuer, das eine Woche lang brannte — und das Wissen, das nie zurückkam
1090–1256 CEAlamut Castle
Moral der Geschichte
“Mauern kann man wieder hochziehen. Reiche kann man neu gründen. Aber ein verbranntes Buch kommt nicht zurück. Die eigentliche Tragödie von Alamut ist nicht, was verloren ging — sondern dass wir nie erfahren werden, was verloren ging.”
Figuren
H
Hassan-i Sabbah (Gründer der Festung Alamut, Gelehrter und Sammler)N
Nasir al-Din al-Tusi (Universalgelehrter, der über dreißig Jahre in Alamut lebte)H
Hülegü Khan (Enkel von Dschingis Khan, Zerstörer von Alamut)A
Ata-Malik Dschuwayni (Historiker, der die Bibliothek vor dem Brand durchging)R
Rukn al-Din Khurshah (letzter Anführer von Alamut)Quelle
Ata-Malik Juvayni, Tarikh-i Jahangushay (c.1260); Rashid al-Din Hamadani, Jami al-Tawarikh (c.1310); Farhad Daftary, The Isma'ilis: Their History and Doctrines (Cambridge, 2007); S. J. Badakhchani (trans.), Nasir al-Din Tusi — Contemplation and Action (2012); Peter Willey, Eagle's Nest: Ismaili Castles in Iran and Syria (2005)